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Antifouling bei Landliegeplatz: Brauchst du das überhaupt?

Kurze Antwort zuerst: Nein, in aller Regel nicht — wenn dein Boot zwischen den Törns an Land steht statt dauerhaft im Wasser zu liegen. Hier die Begründung und die Ausnahmen.

Was Fachquellen dazu sagen

Eine Segel-Fachquelle bringt es direkt auf den Punkt: „If you store your boat out of the water and only put it in while using it, antifouling should not be necessary“ — sinngemäß: Wer sein Boot aus dem Wasser lagert und nur zum Segeln hineinlässt, braucht in der Regel kein Antifouling. Für kleine Segeljollen wird das noch deutlicher: „Most small sailing dinghies are dry sailed and need not be painted“ — die meisten kleinen Segeljollen werden im „Dry Sailing“ betrieben und müssen deshalb nicht gestrichen werden.

Der Grund dahinter: Laut Umweltbundesamt enthalten Antifouling-Beschichtungen „in der Regel biozide Wirkstoffe, die Aufwuchs (Fouling) durch Einzeller, Algen und oftmals hartschalige Tiere — wie Seepocken oder Muscheln — auf Schiffsrümpfen verhindern sollen“. Diese Organismen brauchen einen ununterbrochenen Wasserkontakt, um sich am Rumpf festzusetzen — genau den ein Trailer-Boot durch das regelmäßige Herausnehmen unterbricht.

Wann sich die Frage trotzdem stellt

Liegt dein Boot auch nur für mehrere Wochen am Steg im Wasser — etwa während eines Urlaubstörns oder weil du es eine Saison lang nicht trailern willst — ändert sich die Lage: Dann ist der ununterbrochene Wasserkontakt genau das Szenario, für das Antifouling gedacht ist. Bedenke dabei auch, dass Antifouling in Binnengewässern regulatorisch eingeschränkt sein kann; die zuständige Gewässer- bzw. Hafenordnung gibt hier den Rahmen vor. Mehr dazu, welche Rumpfmaterialien für einen Dauerliegeplatz überhaupt geeignet sind, in unserem Artikel Kann eine Jolle dauerhaft im Wasser liegen bleiben?.

Was das für deine Wahl heißt

Für den klassischen Trailer-Segler, der sein Boot nach jedem Törn aus dem Wasser holt, ist Antifouling unnötiger Aufwand und zusätzliche Chemie im Wasser. Planst du dagegen einen längeren Dauerliegeplatz, lohnt sich die Abwägung — sprich dazu am besten mit deinem Verein oder Hafenmeister vor Ort, auch zu den dort geltenden Vorschriften.

Quellen

Hinweise & Diskussion

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